Ratgeber · Kosten
Maklerprovision in der Schweiz: Was kostet ein Immobilienmakler?
Die Maklerprovision ist beim Immobilienverkauf meist der grösste einzelne Kostenblock. Sie richtet sich in der Regel nach dem Verkaufspreis – je teurer die Liegenschaft, desto höher die Provision. Hier erfahren Sie, mit welchen Sätzen Sie rechnen müssen und welche Alternativen es gibt.
- In der Deutschschweiz sind für Häuser und Wohnungen rund 2 bis 3 % des Verkaufspreises üblich, zuzüglich 8,1 % MWST.
- Die Provision bezahlt in der Regel die Verkäuferschaft, fällig meist nach der Beurkundung.
- Bei einem Preis von CHF 1,2 Mio. und 2,5 % sind das über CHF 32'000 inkl. MWST.
- Alternativen: Pauschalangebote oder ein Privatverkauf mit Unterstützung.
Wie hoch ist die Maklerprovision?
Eine gesetzlich festgelegte Höhe gibt es nicht – die Provision wird frei vereinbart. Als Richtwerte gelten in der Deutschschweiz:
| Objekt | Übliche Provision |
|---|---|
| Einfamilienhaus, Eigentumswohnung | ca. 2 – 3 % des Verkaufspreises |
| Mehrfamilienhaus | ca. 1,5 – 2 % |
| Bauland | teils bis ca. 5 % |
Dazu kommt die Mehrwertsteuer von 8,1 %, sofern der Makler mehrwertsteuerpflichtig ist. Manche Makler arbeiten mit Mindesthonoraren, gestaffelten Sätzen oder Zusatzkosten für Inserate und Dokumentation – fragen Sie nach, was genau inbegriffen ist.
Rechenbeispiel
| Verkaufspreis | Provision 2 % | Provision 2,5 % | Provision 3 % |
|---|---|---|---|
| CHF 800'000 | CHF 17'296 | CHF 21'620 | CHF 25'944 |
| CHF 1'200'000 | CHF 25'944 | CHF 32'430 | CHF 38'916 |
| CHF 1'800'000 | CHF 38'916 | CHF 48'645 | CHF 58'374 |
Beträge inkl. 8,1 % MWST, gerundet auf ganze Franken.
Wer bezahlt die Provision – und wann?
In der Schweiz bezahlt in der Regel die Verkäuferschaft, die den Makler beauftragt hat. Fällig wird die Provision meist erst, wenn der Verkauf zustande gekommen ist – typischerweise nach der Beurkundung des Kaufvertrags. Was im Einzelfall gilt, steht im Maklervertrag: Achten Sie auf Exklusivität, Laufzeit, Kündigungsfristen und darauf, ob bei einem Verkauf an eine selbst gefundene Person trotzdem eine Provision geschuldet ist.
Ist die Provision steuerlich abziehbar?
Bei der Grundstückgewinnsteuer gelten übliche Maklerprovisionen in vielen Kantonen als Anlagekosten und mindern den steuerbaren Gewinn. Ein gesparter Franken Provision erhöht deshalb den Gewinn – unter dem Strich bleibt Ihnen ohne Makler aber trotzdem deutlich mehr. Details im Ratgeber Grundstückgewinnsteuer im Kanton Zürich.
Alternativen zur prozentualen Provision
- Pauschale: Ein fester Betrag, unabhängig vom Verkaufspreis. Sie wissen im Voraus, was der Verkauf kostet.
- Privatverkauf mit Unterstützung: Sie verkaufen selbst und nutzen Werkzeuge für Unterlagen, Inserat, Interessenten und Reservation.
- Einzelleistungen: Zum Beispiel nur eine Bewertung oder nur professionelle Fotos.
Mit iSale verkaufen Sie privat und bezahlen eine Pauschale statt einer Provision: Paket Basis CHF 590 (ohne Portale, unbefristet), Paket Top CHF 990 mit Inseraten auf comparis.ch und newhome.ch für 1 Monat. Alle Preise inkl. MWST, kein Abo – Details unter Preise.
Häufige Fragen
Ist die Maklerprovision in der Schweiz verhandelbar?
Ja. Die Provision ist nicht gesetzlich festgelegt und wird im Maklervertrag frei vereinbart. Vergleichen Sie Angebote und achten Sie darauf, welche Leistungen inbegriffen sind.
Muss ich eine Provision bezahlen, wenn ich selbst einen Käufer finde?
Das hängt vom Maklervertrag ab. Bei einem Exklusivauftrag kann die Provision auch dann geschuldet sein. Lesen Sie den Vertrag vor der Unterschrift genau.
Bezahlt in der Schweiz auch die Käuferschaft eine Provision?
In der Regel nicht. Üblich ist, dass die Verkäuferschaft den Makler beauftragt und bezahlt.
Hinweis: Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick (Stand Oktober 2026) und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Massgebend sind die Gesetze und die Praxis Ihres Kantons und Ihrer Gemeinde. Verbindliche Auskunft geben das Notariat, das Grundbuchamt und das Steueramt.